Boo-Ya!

Am gestrigen Samstag eröffnete Josefine Bhuiya die Vereinssaison mit einer wunderbaren Lesung aus ihrem Buch „Perspektiven“.
Die zierliche Frau mit dem oberpfälzer Dialekt, den sie wohl mit ins Grab nehmen wird, schreibt nicht nur tiefgründige Lyrik und hält damit der Gesellschaft den Spiegel ihrer täglichen Perversitäten vor, sie kocht auch noch.
„Na und?“
Ja, was und?
Ach, habe ich vergessen zu erwähnen, dass sie Kochkurse für Anfänger, Kinder und Menschen gibt, die sich von der bengalischen Küche begeistern lassen möchten?
„Ja, haste.“
Na und? Jetzt wisst ihr es ja.
Bei der Lesung selbst musste ich oftmals bestätigend nicken.
Was bei Lyrik selten vorkommt.
Oder, um es mit Josies eigenen Worten auszudrücken:
„Die haben ihre Perlen
Niedergeschmettert
Vielleicht auch nur zum Trocknen ausgestreut“

Wessen Zunge jetzt nach exotischen Gerichten lächzt oder wer eine Ausgabe von „Perspektiven“ bestellen möchte, wende sich bitte an die folgende Adresse:
jbkochenundlesen@aol.de

Übrigens wird Josies Nachname nicht „Buuu-ih-jaaa“ ausgesprochen, wie ich das mal wieder angenommen habe, sondern „Boo-Ya“, womit wir bei einem meiner Faves aus den frühen 90ern wären.

War noch was?
Ah ja, die Backnanger Kreiszeitung, die übrigens auf dem Ranking der bekanntesten Blätter gleich hinter der New York Times steht, hat einen ziemlich coolen Artikel über uns gebracht.
Könnt ihr hier nachlesen *klick*

Vielen Dank dafür. Der Vertrauensvorschuss hat sich wirklich gelohnt.

Und, bitte nicht vergessen:

Am 20.05.2017, 14:00 Uhr – Brot und Kunschd, mit Andrea Kuritko (Autorin), im Veranstaltungsraum/am Backhaus, Lindenstraße 18, Vorderbüchelberg

Ich werde voraussichtlich nicht da sein.

„Boo-YA!!!“

Okay, war klar, dass Ihr Euch freut. *PFFFF*
Dann kommt auch zahlreich und lasst Euch die Kombination aus romantisch-nostalgischem Backhaus, frisch gebackenem Brot und grandioser Lesekunst der lieben Andrea Kuritko nicht entgehen.

„Fünnef!“

Geheimdienste auf Sendung.
Okay, dass meine Oma geheime Geheimnachrichten über den Äther rauschen ließ, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, aber das „Fünnef“ für „Fünf“ verwendete sie trotzdem immer.

Und nun zum eigentlichen Thema:
Spiegelberg Fünf ist in Druck und wir freuen uns die Schuppen aus den Haaren.
Nach dem aufreibenden 2016, in dem wir Euch leider keine Ausgabe liefern konnten *heul*, fängt die `17 nun mit der lang erwarteten Nummero Fünfo an.

Aber noch mal kurz zum letzten Jahr:
Haus gefunden, Haus saniert, Offenstall gebaut, Kunstgruppe gegründet, das wisst Ihr ja schon.
Die Köhlerhütten Lesung im Oktober war erneut ein voller Erfolg.
Alfred behauptet, man dürfe gar nicht erwähnen, dass wir 41 Gäste in die kleine Hütte gequetscht haben.
Aber hey!
Wem es gefällt.
Es schien zumindest so. Als ich nach dem offiziellen Ende die Grabkerzen einsammelte, habe ich zumindest eine Gruppe fröhlicher Lesengsgäste gesehen, die mit Fackeln und Mistgabeln auf dem Parkplatz weiter gefeiert haben.
Okay, die Mistgabeln habe ich hinzugedichtet, aber die Fackeln waren echt ^^

Der Winter war erfüllt vom Schreiben und Frieren … und Wasser schleppen. (das verstehen nur Fertebesitzer)

Nun also die aktuelle Ausgabe.
Diese ist so eine Art „Angstpups“.
Was bei der Eins noch ein „Probiert man halt mal“ war, wir bei der Zwei so langsam warm wurden, die Drei das Ganze auf ein Fundament brachte und wir mit der Vier sogar eine prämierte Geschichte abliefern konnten, ist die Fünf nun eine Art „Qualitätsstandard“.
„Kann man das so lassen?“
„Funktioniert unser Konzept?“
„Sind wir dennoch frisch und überraschend?“

Fragen, die man sich stellt, wenn so rum schreibt.
Und da ich ganz gerne mal anders bin, ist eine meiner Geschichten völlig diametral zu allem, was ich je veröffentlicht habe.

Ihr dürft euch freuen auf:
x Leichenschmaus
x Der Schattentanz
x Und das Schilf bog sich sanft im Wind …
x Der Lichtbildner
x Der Graben
x Frostmorgen
x Totentrompeten
x Spring III
x Spiegelberg
x Verlangen

„Wie, so viel?“, höre ich eine Stimme von den Stehplätzen.
Ja, so viel.
Denn wir haben noch eine Überraschung für Euch:
In diesem Band geben sich gleich drei Bergers die Ehre.

„Waaaaaas? Von denen gibts noch mehr?“
Kann mal jemand den Typen des Raumes verweisen?

Jaaaaa, von uns gibt es noch ein paar.
Und jetzt?
FÜRCHTET EUCH!

Aber vorher möchten die, die nicht genannt werden dürfen, von Euch drei Namen haben.
Derer drei sollen es sein, die gar großen Gefallen daran fänden, ein schmuckes Büchlein Nummer Fünf zu bekommen.
Umsonst. Für nüschte.
Wenn Ihr also jemanden kennt, der sich das Geld für ein Buch vom Munde absparen muss, dem unser Genre aber gefällt, dann petzt uns das.
Per Mail, Brieftaube, auf einem Einkaufsbeleg gekritzelt oder mit Blut auf ein Stück Leder geschrieben.
Ist uns gleich, wie.
Sagt es einfach.

Bis dahin könnt ihr schon mal vorbestellen und die Zeit bis zur Ankunft Eures Buches mit häkeln, Kamelurin sammeln oder nackt im Licht des Vollmond tanzend überbrücken.

Man liest sich 🙂

 

16933943_1435349639822189_1732884393_n

Take the long way home…

Wenn wir mit euch fertig sind.

Am 29. Oktober ist es nämlich wieder so weit:

Die Kultlesung in der Köhlerhütte findet zum dritten Mal statt!
Nach dem letztjährigen überwältigenden Erfolg läuft mir jetzt schon Angstschweiß herunter, dem weder 48 h-Super-hyper-Deo, noch schamanisches „Anti-Schwitz-Pendeln“ etwas antun können.
Man könnte fast behaupten, ich wäre ein wenig nervös.

Aber egaaaaal!
An diesem Samstag werden Alfred und ich erneut die Grablichter anzünden, die Dunkelheit erwarten, Ofen anschüren und die Türe hinter den arglosen Gästen verrammeln.
Es wird „gedunkelt Phantastikt“ bis das Wachs von den Wänden tropft.

Und ihr seid herzlich eingeladen!
Am 29. Oktober starten wir in der Köhlerhütte um 19:30 Uhr.
Alles, wie gehabt:
Warme, heimelig-intime Atmosphäre untermalt von Musik und den kerzenbeschienenen Fleischerhaken der Forsthütte.
Darf man nicht verpassen.
Zusätzlich veranstalten wir am 31. Oktober um 19:30 Uhr eine weitere Lesung im Alten Schulhaus in Vorderbüchelberg.
An alten Schulbänken spürt man noch die Gegenwart des Rohrstock schwingenden „Paukers“ und lauscht am Abend vor Allerheiligen unseren romantischen Geschichten.

Widerstand zwecklos!
Ihr werdet Spiegelbergernisiert!

Reservierungen sind nie verkehrt, deswegen keine Scheu und ran an die Tasten oder den Funkfernsprecher.

Der Weg nach Hause wird lang.

Kontakt/Information:

Mail: alfred.berger1@web.de
Mobil: 0174 – 40 99 86 9

kerze

 

„Wir sind die Neuguinea Pygmäen. Wir sind nicht hier zum Rasen mähen!“

Sehr geehrte Frau Berg,

am gestrigen Samstag, dem 23. Juli 2016, hatten sowohl Sie als auch wir Veranstaltungen laufen.
Ich weiß das, da ich zwei Damen vor unserem Haus angesprochen hatte, ob sie denn nicht an unserer Vereinsgründungsfeier teilnehmen möchten.
Ihre Antwort war:
„Nein, wir gehen zum Andrea Berg Konzert.“
Als ich bemerkte, dass auch unsere Veranstaltung sehr gut sei, ertönte von den beiden Damen ein überhebliches Lachen.
Ich weiß nicht, seit wann einige Künstler „was Besseres“ sind, als andere, es interessiert mich auch nicht.
Sie haben sich Ihre Berühmtheit verdient und niemand sollte Ihnen das übel nehmen oder Sie verspotten.
Aber auch Sie haben einmal „klein“ angefangen und erinnern sich vielleicht noch an diese Zeit zurück.
Also lassen Sie mich kurz erzählen, was Sie gestern verpasst haben:

Der Verein „Irgendwas mit Kunschd e.V.“ ist eine gemeinnützige Vereinigung, die es sich zur Aufgabe machen will, jedem Kunst zugänglich zu machen und jedem Künstler eine Plattform zu bieten.
„Jedem“ heißt in diesem Fall hauptsächlich denen, die sich so etwas sonst nicht leisten können.
Das ist meinem Mann und mir ein besonderes Bedürfnis.
Nun feierten wir gestern also die Gründung dieses Vereins.
Und ich kann, in aller Bescheidenheit, sagen, dass es eine grandiose Festivität war.

Die wundervolle Kathrin Biederstaedt verzauberte mit ihrer Gitarre und ihrer warmen, gehaltvollen Stimme die Zuhörer. Sei es das Lied über ein Lächeln, das man einfach mal dem Menschen gegenüber schenkt oder die unvermeidliche „Dead End Street“, die Sackgasse, die uns allen im Leben mindestens einmal begegnet. Man wird gefangen in ihren Texten.

In Anbetracht der Ereignisse in München machten es sich die beiden Vollblut Lyriker MP Palm und Markus Hintzen nicht einfach, den Zuhörern geeignete Texte darzubieten.
Und doch schafften sie es, scheinbar mühelos, zwischen Trauer und Entsetzen am Ende doch die Hoffnung siegen zu lassen.
Dass die Beiden sich das erste Mal zusammen auf einer Bühne befanden, bemerkte niemand. Die Wohlfühlatmosphäre trotz der berührenden Texte, überwog eindeutig.

Anastassia und Christian Biederstaedt von der Band „Strange Stars“ lieferten ein Konzert ab, das seinesgleichen sucht.
Stellen Sie sich eine kleine Doppelgarage vor, in der ein Keyboard, eine Gitarre und eine engelsgleiche Sängerin für euphorische Begeisterung bei den Zuhörern sorgte.
Grandiose Musiker benötigen keinen Schnickschnack. Sie sind einfach genial. Punkt.

Mein Mann und ich gaben das erste Mal öffentlich unsere preisgekrönte Geschichte „Totwald“ in voller Länge zum Besten.
Wo genau bei dieser Geschichte Realität und Fiktion verschwimmen, werden unsere Leser und Zuhörer niemals erfahren.

Dieser wunderschöne Tag endete schließlich mit der Improvisationstruppe der Wilde Bühne e.V.
Michael Seil, Carsten Hepner und Alfred Berger lieferten einen Lachflash nach dem Anderen.
Wo trifft man sonst auf fechtende Wattwürmer, Pinguine mit Harndrang oder Lieder für die Erhaltung der Neuguinea Pygmäen?
Sie werden sich bestimmt ärgern, nicht dabei gewesen zu sein, wenn ich Ihnen mitteile, dass Michaels „theatralischer Tod“ in einem Misthaufen durch eine Helene Fischer CD geschah ^^

Nun denn, Sie hatten sicher auch einen netten Abend.
Es sei Ihnen gegönnt.
Und vielleicht … doch ja, womöglich, wird irgendwann eine Person zu Ihnen sagen:
„Ich gehe zu Irgendwas mit Kunschd e.V.“
Das wäre schön 🙂
Denn willkommen ist bei uns jeder.
Kunst verbindet.

Mit freundlichen Grüßen

Tia Berger
1. Vorsitzende von „Irgendwas mit Kunschd e.V.“

13738329_231887477210249_2082352214131692970_o

13843453_1148019881887250_1392496161_o 13838597_1148019841887254_1724003258_o 13843430_1148018888554016_1113890382_o

13731797_231887763876887_1712468537401162403_o 13710493_231887587210238_9107346087050923888_o 13707647_740297796107968_3843035200704378507_n 13701208_1147973898558515_2130553826084601137_o 13698206_231887890543541_1708286729074307863_o 13692977_1147973478558557_8629577842070166119_o 13690864_740297866107961_3176622608438344027_n 13765885_1147973648558540_5748425945551598718_o

Licht aus, Spot an!

Ein warmer Montagvormittag begrüßt mich heute. Es ist übrigens der letzte Montag vor meinem Urlaub *FREU*
Während die Wäsche fröhlich in der Trommel rotiert, wische ich mir die Schweißperlen von der Stirn.
Nun ja, SO heiß ist es noch nicht, aber ich habe mir die Zeit genommen, den Veranstaltungsraum ein wenig aufzuräumen.
Sprich gefühlte dreitausend Stühle in die Kammer über der Scheune zu schleppen. Unter den mitleidigen Blicken der Heu mampfenden Ferte …
Bevor ich in die Spätschicht verschwinde, will ich euch die Zusammenfassung der ersten offiziellen Lesung in unserem Autoschuppen nicht vorenthalten.

Samstag, 18.06.2016, 19 Uhr:
Als Erstes betritt Daniel Wizemann (Wiiiiizemann) die Bühne.
Der Kerle ist 16 Jahre alt und stellt sich vor Publikum, um seine Geschichte „Die Höhle“ vorzutragen.
Allein dafür gebührt ihm außerordentlicher Respekt. Dass dann die Geschichte nicht nur Hand und Fuß hat, sondern auch fesselnd und faszinierend ist, macht die „alten Hasen“ sprachlos.
Klasse, Junge. Mach weiter so!
Tom Fuhrmann, der sich nicht scheute, 650 Kilometer aus Nordhorn anzureisen, trug zwei Geschichten vor „Amaya“ und „Sahin“.
Während „Amaya“ noch zum gelegentlichen Grinsen einlud, traf uns „Sahin“ wie ein kalter Eisguss. Eine Geschichte über fehlende Menschlichkeit, die uns alle den Spiegel unseres eigenen Verhaltens vorhalten sollte.
„Es tut mir leid, dass überall Krieg ist“, dieser Satz von Sahin trifft mich bis ins Mark.
Es war mir direkt peinlich, danach den nächsten Vortragenden auf die Bühne zu rufen und mit der Show fortzufahren.
Manfred MP Palm trug seine Lyrik ohne Happy End vor.
Am Ende wurde es trotzdem noch lustig, als er uns teilhaben ließ, wie wenig er von Frauen versteht.
Bernd Lange improvisierte in seiner unvergleichlichen Art einen Krimi.
Er ist unerreichbar in seiner Art, Menschen zu beobachten. Immer wieder eine Freude, ihn zu hören.
Auch Alfred und ich ließen es uns nicht nehmen, eine Geschichte aus Spiegelberg IV vorzutragen.
Den Abend schloss der wunderbare Ralf Preusker.
Ich kann es gar nicht oft genug sagen:
Lyrik ist Ralf Preusker und Ralf Preusker ist Lyrik.
„Tränen sind für Götter gemacht und fallen aus“
Grandios.

Danke an alle Beteiligten, die diesen Abend zu etwas Besonderem gemacht haben. Vielen Dank auch an die Gäste und vor allem Carmelo Marino, der sich spontan entschloss, mit seiner Gitarre die Zeit zwischen den Autoren zu überbrücken.

Wir freuen uns bereits auf den 23. Juli. Dieser Tag wird ganz im Zeichen unserer Vereinsgründung stehen.
Und nun, da unser Raum auch einen Namen hat, nämlich „Elster-Haus“, werden wir hoffentlich auf viele solcher wunderbaren Events hinarbeiten können.

Stuhlgang

Man kann sich nur auf eines verlassen:
Dass man sich auf niemanden verlassen kann ^^

So ging es zumindest unserem guten Freund Ralf Preusker.
Der sich immer händlings den Anus aufspaltet (soll ja keiner sagen, dieser Blog wäre nicht jugendfrei) und seine freie Zeit investiert, um in schöner Regelmäßigkeit geniale Veranstaltungen im Stuttgarter Torhaus abzuliefern.

Dazu sollte auch die „Lange Nacht der Literatur“ am kommenden Samstag dem 18. Juni gehören.
Denkste Puppe ^^
Aus Gründen, die ich hier nicht näher betrachten werde, wurde die Veranstaltung leider abgesagt.
Ich muss dazu sagen, dass weder Ralf noch Conny Schuld daran tragen.
Alfred, ich und einige weitere liebe oder weniger liebe Autorenfreunde hatten fest zugesagt.
Einer oder mehrere nahmen bis zu 650 Kilometer Fahrt in Kauf, sowie eine Hotelzimmerbuchung, um an diesem Abend zu lesen.
Okay, es gibt Dinge, die laufen einfach bescheiden.
Ludwigsburg ist hinfällig, das ist klar.

Mein lieber Mann allerdings kam auf die grandiose Idee die Veranstaltung zu uns zu verlagern.
Gesagt, getan.
Beziehungsweise wird noch immer getan.
Unser Veranstaltungsraum (Schrägstrich) Garage (Schrägstrich) Vereinsraum ist noch nicht ganz fertig.

Bis nächsten Samstag schaffen wir (Schrägstrich) mein Mann das aber.
Es ist wirklich unglaublich, wie der Kerl reingehauen hat!

*Offizielle Lobhuldigung der Ehefrau für immer im Internet stehend*

Ich muss zugeben, ich war nicht so begeistert von der Spontanidee.
Zu viel Stress in zu kurzer Zeit 😛

Aber nun freue ich mich darauf.
Vor allem da ich sehe, wie geil unser Raum (Schrägstrich) und so wird.

Wir schleppen fleißig die unterschiedlichsten Stühle an.
Wer nächste Woche darauf sitzen möchte, der bekommt hier schon mal das vorläufige Programm.
Adresse bitte per Nachricht erfragen:

„Da die Lange Nacht der Literatur im Stuttgarter Torhaus dieses Jahr leider ausfällt, bieten wir diese Alternative an.

Wer lesen wird steht noch nicht zu 100% fest. Programm wird kurzfristig aktualisiert.

Bis jetzt stehen fest:

Tia & Alfred Berger (Dunkle Phantastik)
Bernd Lange (Geschichten für den täglichen Gebrauch)
MP Palm (Lyrik)
Thomas Fuhrmann (Satire)
Daniel Wizemann (Mehr oder weniger) Horror
Ralf Preusker (Lyrik)

Der Eintritt ist frei, Getränke und Snacks gegen eine Spende.“

 

Btw:
Der Stuhl im Vordergrund ist mein „persönliches Schätzchen“.
Er wird noch aufgearbeitet.
Zur Wahl stehen die Farben grau, weiß oder rot.
Wenn mein Mann nicht brav ist, wird er aus pädagogischen Gründen … genau
PINK!

Ich hoffe, ich sehe euch nächstes Wochenende 🙂

13414641_721287504675664_1077964846_n

Raise your glass!

Unnützes Wissen:

Ich bin ein Fan von „Pink“.
Und das ist gut so.
Okay, ich mag auch Meat Loaf, Hämatom und Beethoven, aber das mal am Rande, denn hier geht es um jenes spezielle Lied und seine Bedeutung.

„Raise your glass if you are wrong, in all the right ways. All my underdogs… “
Eine straighte Frau mit röhriger Stimme besingt das „anders sein“ und lebt das Ganze auch noch verdammt erfolgreich.
Bemerkenswert.
Erfolgreich anders sein kann man nur, wenn man erfolgreich ist, will mir scheinen.
Beneidenswert.
Denn viele von uns sind oder waren „Underdogs“.
Und wenn wir schon nicht reich und berühmt dadurch werden, dann wenigstens akzeptiert.
Jedoch genau das ist das schier Unmögliche in einer Welt, die Anpassung, Gesellschaftsfähigkeit und beruflichen Erfolg voraussetzt, um Akzeptanz und Wohlwollen als Pseudo-Entgelt bereitstellt.

Wisst ihr was?
Das schicke ich postwendend wieder zurück, sollte ich es jemals erhalten.
Die auf mich deutenden Zeigefinger der Vergangenheit haben mich gelehrt, dass es ein verfluchtes Privileg ist, genau so zu sein, wie man ist.
Ich habe es mir nicht ausgesucht, fast einen Meter neunzig in die Höhe zu schießen. Und das als Frau.
Also lacht ruhig, wenn ich etwas komisch daher laufe.
Ich wollte nicht in Armut aufwachsen. Ist kein Spaß, könnt ihr glauben.
Aber dadurch habe ich mir meinen Führerschein und jede Reitstunde erarbeiten müssen und weiß diese Dinge zu schätzen.
Und ich weiß, wie man aufsteht, wenn man am Boden liegt. Immer wieder.

Und ich weiß inzwischen auch, wie es sich anfühlt, wenn man als „Außenseiter“ und „Neueinsteiger“ den fünften Platz in der Kategorie „Kurzgeschichte“ beim Vincent Preis macht.
Es fühlt sich grandios an.
Von über 300 Kurzgeschichten die Fünftbeste geliefert zu haben und das auch noch in Zusammenarbeit mit dem eigenen Ehemann ist umwerfend.
Mit einer Auflage von 150 Stück, ohne Amadings, alles selbst „gebaschtelt“.
DAS geht runter wie Öl.
Vielen Dank noch einmal an all jene, die uns diesen Moment beschert haben 🙂

Womöglich seid ihr inzwischen drauf gekommen, dass wir gekommen sind, um zu bleiben, womit ich nun endgültig und ganz elegant den Bogen zum eigentlichen Thema dieses Blogs spanne:
„Irgendwas mit Kunschd“

Ja, unser „Kunschd“verein ist endlich gegründet und kackt schon ordentlich in die Windeln.
Im Augenblick sind wir dabei, einen Veranstaltungsraum aus dem Boden zu stampfen und unser „großes Event“ in trockene Tücher zu legen:
Den 23. Juli 2016 solltet ihr euch frei halten.
Ab 14 Uhr wird gefeiert mit Musik, Theater, Lesungen, Facepainting und all jenem „Zeugs“ und „Dingens“ für die wir so berüchtigt sind.
Anders eben.
Wir werden rumkunschdinieren, bis der Salpeter aus den Wänden kommt.
Kunst ist für alle da und das wollen wir beweisen.
Wer es sich bisher nicht leisten konnte, an Events teilzunehmen, findet bei uns offene Türen vor.
Ganz im Sinne von „Pink“:
„We will never be never be, anything but loud
And nitty gritty dirty little freaks“

Also, schaut vorbei, feiert mit, tretet auch gerne in unseren Verein ein und vor allem:
„Hebt die Gläser!“

P.S.
DAS wird unsere „Künschdler“ Autogrammsäule.
(Für das Pink bin ich verantwortlich. Danke an Eddie fürs Mischen)

 

13285637_715055458632202_1862794114_n

In zwei Minuten ist kein Ei hart gekocht!

Okay, ich bin mal wieder heillos zu spät.
Tut mir auch wirklich leid, ihr Lieben.
Aber ich muss zugeben:
Ich habe den Blogeintrag vor mir hergeschoben, weil ich es immer noch nicht glauben kann.

Unsere Geschichte „Totwald“ aus Spiegelberg IV ist tatsächlich unter die Vorrundensieger der Kategorie Kurzgeschichten für den Vincent Preis 2015 gelandet.
Unglaublich.
Vielen Dank an alle, die für uns gestimmt haben 🙂

In Wirklichkeit ist es natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, dass zwei völlig unbekannte Autoren mit ihrer kleinen Anthologie aus dem schwäbischen Wald jemals eine Chance haben, einen relevanten Preis zu gewinnen.
Noch dazu ohne den Traffic von Amazon oder dergleichen.
Aber „unmöglich“ ist ein Wort, das Alfred und ich in den Jahren unserer bisherigen Existenz mehrfach ad absurdum geführt haben.

Die Tatsache, dass wir beide noch leben, sollte dafür schon Beweis genug sein.

Nun möchten wir noch etwas drauf setzen:
Völlig größenwahnsinnig verkünde ich, dass der fünfte Platz doch drin sein sollte 😛

ACHTUNG:
Wenn ihr die Geschichte „Totwald“ gelesen habt UND sie euch gefallen hat, wäre es schön, wenn ihr noch einmal eine Mail an:
vincent@defms.de schreiben würdet.

Kategorie: Kurzgeschichten
Punktevergabe bleibt gleich:
1. Platz: 3 Punkte
2. Platz: 2 Punkte
3. Platz: 1 Punkt.

Bis zum 10. April 2016 läuft die letzte Runde.

Es ist mir wirklich ein persönliches Anliegen, dass sich niemand „genötigt“ fühlt, für uns zu stimmen.
Wir möchten weder Mitleids- noch Freundschaftspunkte 🙂

Danke 🙂

Some say the world will end in … Silikon

Dass Alfred und ich nicht so ganz gerade in der Birne sind, wusste jeder, der uns jemals kennen gelernt hat.
Dass wir uns aber kopfüber in ein „Haus-Projekt“ stürzen, welches uns vielleicht das zarte Genick brechen könnte, überrascht sogar mich.
Wir haben gespachtelt, geschliffen, gemalert, Wände aufgerissen und wieder zugemörtelt, tapeziert, Rohre verlegt und sind noch nicht einmal mit der Hälfte der anstehenden Arbeit fertig.
Und wofür das Ganze?

Um einen Platz zu haben an dem wir leben, schreiben und „Irgendwas mit Kunschd“ betreiben können.
Unser Verein wird im Mai … okay, sagen wir, voraussichtlich im Mai, mit einer großen Sause begründet werden und ich lade euch schon mal alle spontan ein.

Gut, allzu sensibel solltet ihr nicht sein.
Nicht wegen dem Programm … es ist eher das Haus.
Oder habt ihr gedacht, wir suchen uns irgendeine Standard Hütte mit Bauhaus Charakter aus?
Ha Noi! ^^
Ihr werdet damit rechnen müssen, dem ein oder anderen „Bewohner“ zu begegnen.
Vielleicht fällt etwas um, das niemand berührt hat, oder ein alter Mann mokiert kopfschüttelnd die Szenerie oder eine junge Frau verströmt eine schwermütige Atmosphäre.
Ihr solltet euch nicht daran stören.
Sie gehören hierher, sie waren vor uns da und werden auch nach uns da sein.
Vielleicht gesellen wir uns zu ihnen.
Keine Sorge:
Es ist nur das Haus.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich hier großartig schreiben lässt.

Entschuldigt mich, ich muss nachprüfen, ob die Bluttropfen an der Decke schon wieder durch die weiße Farbe blitzen …

Wir sehen uns im Mai, nicht wahr?

Mit den großen Hunden pinkeln …

Okay, Arthur Gordon Wolf nehme ich mal raus, der ist ja schon ein Großer, aber Alfred und ich würden doch gern mal mit den großen Hunden pinkeln.

Was ich damit andeuten will?
Ganz einfach:
Spiegelberg 3 und 4 sind für den Vincent Preis nominiert.
Guckst du hier

Da wir aber gegen Autoren und Werke antreten, die weitaus bekannter sind,  ist es unwahrscheinlich überhaupt vom letzten Platz weg zu kommen.
Na gut, als Fans der Eishockey Mannschaft „Heilbronner Falken“ sollten wir es gewöhnt sein, ganz unten rumzutingeln, aber man ist ja ein wenig ehrgeizig ^^
Der vorletzte Platz wäre auch ganz schön. 🙂

Was man tun kann, um uns zu helfen?
Auch ganz einfach:
Es können in jeder Kategorie drei Stimmen abgegeben werden. Eine mit 3 eine mit 2 und eine mit 1 Punkt. Die Stimmen schickst du an vincent@defms.de.

Falls es ein wenig verwirrend sein sollte, dass in den Regeln steht, nur Mitglieder des „Horror Forums“ dürfen Punkte abgeben, dann guckst du bitte hier

Das ist ein Interview vom wunderbaren „Zauberspiegel“ mit Michael Schmidt und Elmar Huber, die sagen, „im Prinzip könne jeder seine Punkte über die angegebene Email abgeben“.

Wir hoffen einfach mal darauf, dass es auch so ist 😉

Ich bin mir bewusst, dass dieser Blog als „Punktebettelei“ interpretiert werden könnte.
Wisst ihr was?
Das ist mir ohres! (zu deutsch: egal)
Mit 150 Exemplaren pro Ausgabe und OHNE Amazon müssen wir selbst für Traffic sorgen.
Und Spiegelberg 4 ist, meiner bescheidenen Ansicht nach, die bisher beste Ausgabe.
Es wäre schön, einfach mal eine kleine Bestätigung zu bekommen 🙂

Danke für eure Aufmerksamkeit ^^